XRechnung erstellen

Was eine XRechnung ist, welche Angaben sie zusätzlich braucht und wie du sie Schritt für Schritt erstellst, prüfst und übermittelst. Kostenlos und ohne deine Daten in eine Cloud zu geben.

Stand: 9. November 2026 · Alle Ratgeber

Kurz gesagt

  • XRechnung ist eine XML-Datei nach EN 16931 mit deutschen Zusatzregeln, aktuell in Version 3.0.
  • Behörden verlangen sie meist, für Firmenkunden reicht oft auch ZUGFeRD.
  • Zusätzlich Pflicht sind unter anderem Käuferreferenz oder Leitweg-ID, ein Ansprechpartner mit Telefon und E-Mail und die Zahlungsangaben.
  • Vor dem Versand prüfen: Eine XRechnung mit Fehlern weist das Portal ab.

Was eine XRechnung ist

Die europäische Norm EN 16931 legt fest, welche Angaben eine E-Rechnung enthält und wie sie heißen, etwa BT-1 für die Rechnungsnummer. XRechnung ergänzt die Norm um deutsche Regeln, die mit BR-DE beginnen. Herausgeber ist die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).

Eine XRechnung gibt es in zwei Schreibweisen (Syntaxen): UBL und CII. Inhaltlich sind beide gleich. Welche du nimmst, entscheidet dein Empfänger. Anders als bei ZUGFeRD ist die Rechnung keine PDF, sondern nur die XML-Datei.

Wann du eine XRechnung brauchst

  • Rechnungen an Behörden: Bund und Länder verlangen E-Rechnungen und nennen dafür in der Regel XRechnung. Du lädst sie im Rechnungsportal hoch oder schickst sie auf dem Weg, den die Behörde vorgibt.
  • Rechnungen an Unternehmen: Ab 2027 und 2028 wird die E-Rechnung zur Pflicht (Fristen). Dafür reicht jedes Format nach EN 16931. XRechnung brauchst du nur, wenn der Kunde sie verlangt.

Was XRechnung zusätzlich verlangt

Neben den üblichen Rechnungsangaben prüft XRechnung einige Felder, die in einer PDF-Rechnung oft fehlen:

AngabeWas du einträgst
Käuferreferenz (BT-10)Bei Behörden die Leitweg-ID, sonst die Referenz deines Kunden, etwa eine Bestell- oder Kostenstellennummer (Regel BR-DE-15).
AnsprechpartnerName, Telefonnummer und E-Mail-Adresse für Rückfragen (BR-DE-2, BR-DE-5 bis 7).
ZahlungsangabenZum Beispiel deine IBAN für die Überweisung (BR-DE-1).
SteuerkennungDeine USt-IdNr. oder Steuernummer. Ohne eine Kennung ist die Rechnung ungültig (BR-CO-26).
LeistungsdatumLiefer- oder Leistungsdatum oder ein Leistungszeitraum.

Schritt für Schritt mit E-Rechnung-Studio

  1. Firmendaten einmal eintragen: Name, Anschrift, Steuernummer oder USt-IdNr., Bankverbindung und Ansprechpartner mit Telefon und E-Mail.
  2. Kunden anlegen: Anschrift und bei Behörden die Leitweg-ID. Die App setzt sie bei jeder Rechnung an diesen Kunden ein.
  3. Rechnung schreiben: Positionen, Mengen, Preise und das Leistungsdatum. Die App rechnet Summen und Steuer.
  4. Format wählen: „XRechnung 3.0 · UBL“ oder „XRechnung 3.0 · CII“, je nach Vorgabe des Empfängers.
  5. Prüfen: Die App prüft gegen XML-Schema und Schematron-Regeln. Fehler stehen mit Regel-ID und verständlichem Hinweis beim betroffenen Feld.
  6. Ausstellen und übermitteln: Die XML-Datei lädst du im Portal hoch oder verschickst sie per E-Mail. Die lesbare PDF bekommst du dazu.

Die App läuft dabei ohne Internet. Deine Rechnung verlässt dein Gerät erst, wenn du sie verschickst.

Die häufigsten Prüffehler

  • BR-DE-15: Die Käuferreferenz fehlt. Frag beim Auftraggeber nach der Leitweg-ID oder Bestellnummer.
  • BR-DE-2 bis BR-DE-7: Ansprechpartner, Telefon oder E-Mail fehlen.
  • BR-CO-26: Weder USt-IdNr. noch Steuernummer angegeben.
  • BR-CO-10 und andere Rechenregeln: Summen passen nicht zusammen, oft durch Rundung je Position. Ein Programm, das selbst rechnet, vermeidet das.
  • Falsche Kennung der Version: Das Portal erkennt die Datei nicht als XRechnung 3.0. Selbst gebaute Vorlagen sind dafür anfällig.

Aufbewahren

Auch ausgestellte Rechnungen bewahrst du acht Jahre auf, und zwar als die XML-Datei, die du verschickt hast (§ 14b UStG). Eine PDF-Kopie allein reicht nicht. E-Rechnung-Studio legt die verschickte Datei unveränderlich zur Rechnung ab.

Im Video: so geht es in der App

XRechnung für Behörden erstellen (mit Leitweg-ID)

Beim Abspielen lädt das Video von YouTube, dabei werden Daten an YouTube übertragen (Datenschutz). Oder direkt auf YouTube ansehen.

So hilft E-Rechnung-Studio

E-Rechnung-Studio erstellt XRechnung 3.0 in UBL und CII und prüft jede Rechnung vor dem Ausstellen mit den Regeln der KoSIT. Fehlt etwas, zeigt die App das Feld und sagt in einem Satz, was fehlt. Leitweg-ID und Ansprechpartner hinterlegst du einmal, danach geht jede weitere Rechnung in wenigen Minuten.

  • Kostenlos: Die Community-Version kostet 0 €, ohne Mengenlimit und auch für gewerbliche Nutzung.
  • Open Source: Der Quellcode liegt offen auf GitHub (MPL-2.0). Jeder kann nachsehen, was die App mit deinen Daten macht.
  • Lokal und offline: Rechnungen und Kundendaten bleiben auf deinem Gerät. Ein Konto brauchst du nicht.
  • Amtliche Prüfregeln eingebaut: XRechnung und EN 16931 werden nach den Regeln der KoSIT geprüft, ohne Java und mit veröffentlichtem Abgleich gegen die Referenzprüfer.
  • Für macOS, Windows und Linux.

Demo im Browser starten Kostenlos herunterladen Quellcode auf GitHub

Häufige Fragen

Was ist eine XRechnung?

XRechnung ist der deutsche Standard für E-Rechnungen auf Basis der europäischen Norm EN 16931. Die Rechnung ist eine reine XML-Datei, die Programme ohne Abtippen verarbeiten können. Herausgeber ist die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT).

Kann ich eine XRechnung kostenlos erstellen?

Ja. E-Rechnung-Studio erstellt XRechnung 3.0 in UBL und CII in der kostenlosen Community-Version, ohne Mengenlimit und ohne Konto. Die App ist Open Source und läuft auf macOS, Windows und Linux.

UBL oder CII: welche Syntax soll ich nehmen?

Beide sind gleichwertige XRechnungen. Maßgeblich ist, was dein Empfänger verlangt. Die Rechnungsportale des Bundes nehmen beide an. Fehlt eine Vorgabe, ist UBL eine gute Wahl.

Was ist die Leitweg-ID?

Die Leitweg-ID ist die Adresse einer öffentlichen Stelle für E-Rechnungen. Du bekommst sie vom Auftraggeber, meist mit der Bestellung. In der XRechnung steht sie im Feld Käuferreferenz (BT-10). Bei Rechnungen an Unternehmen trägst du dort die Referenz ein, die dein Kunde dir nennt.

Brauche ich für Firmenkunden eine XRechnung?

Nicht unbedingt. Zwischen Unternehmen zählt jedes Format nach EN 16931 als E-Rechnung, also auch ZUGFeRD ab dem Profil BASIC. XRechnung ist vor allem bei Behörden Pflicht. Manche Firmen verlangen sie trotzdem.

Ist eine PDF mit XRechnung-Daten auch eine XRechnung?

Eingereicht wird die XML-Datei. E-Rechnung-Studio legt zusätzlich eine lesbare PDF mit eingebetteter XML an, damit du und dein Kunde die Rechnung ohne Spezialprogramm lesen könnt. Für Behördenportale nimmst du die XML-Datei.

Quellen

Weitere Ratgeber

Diese Seite erklärt die allgemeine Rechtslage und ist keine Steuer- oder Rechtsberatung. Was für dich gilt, hängt von deinem Einzelfall ab. Fehler gefunden? Schreib uns an kontakt@papierleicht.de.